#basics: Style Guide erstellen

Redaktionelle Style Guides geben Orientierung

Style Guide: Legt Standards für das Erscheinungsbild einer Marke fest und hilft, die Corporate Identity konsequent umzusetzen. Definiert Vision, Mission und Werte. Auch das Markenversprechen an die Zielgruppe bzw. die verschiedenen Personas kann dazugehören.

Oft beschränkt sich der Style Guide auf die visuelle Identität und vernachlässigt Textelemente. Ein redaktioneller Style Guide oder auch Redaktionsleitfaden steigert nicht nur die Effizienz, wenn mehrere Personen in die Textproduktion und -distribution involviert sind. Klare redaktionelle Richtlinien garantieren einen einheitlichen Schreibstil, der die Lesbarkeit und die emotionale Bindung fördert. Außerdem hilft er dir, die Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten und einen Wiedererkennungswert zu schaffen. Diese Bestandteile sollte er neben den allgemeinen Design-Grundlagen enthalten:

Style Guide 1×1

  • Zielgruppe (demografische, sozioökonomische und psychografische Merkmale)
  • Tonalität (sachlich und mit förmlicher Ansprache, eher emotional – ggf. aufgeteilt nach Zielgruppe, Kanal oder Produktbereich)
  • Typografie (Schriftarten, Textausrichtung, usw.)
  • Format (Textlänge, Struktur durch Zwischenüberschriften usw.)
  • Spezifische Wordings (Eigennamen, Produkte & Dienstleistungen, heikle Themen)
  • generelle Schreibweisen (Ziffern und Symbole, Fremdwörter und englische Begriffe, Währungen, Abkürzungen)
  • Zeichensetzung (z.B. Art der Anführungs- oder Aufzählungszeichen)
  • Bildsprache: Definiere Bildquellen, Motive, Formate, Bildunterschriften und Position ggf. ergänzend zum Designleitfaden.
  • Templates: Dateipfade und verbindliche Richtlinien zum Gebrauch von Templates
  • Dokumentation: Namenskonventionen für Dateien, Ordner, Grafiken und Export
  • SEO: Sofern die Texte nicht einen separaten Optimierungsprozess durchlaufen, gehören SEO-relevante Parameter ebenfalls in den Style Guide (Keywords, Tags, Alt-Text für Bilder usw.).
  • Zuständigkeit: Wer Content liefert, überprüft und verwertet muss bei komplexeren Prozessen ebenfalls festgelegt und dokumentiert werden. Das verhindert Missverständnisse.

Wenn du all diese Komponenten definiert hast, kannst du mit der Gestaltung deines redaktionellen Style Guides beginnen.

Gestaltung

  • Klare und verständliche Sprache, die Adressaten unterschiedlicher Abteilungen sowie externe Partner verstehen
  • Textbeispiele: DOs und DONTs helfen, die Richtlinien zu veranschaulichen und die Anwendung in der Praxis zu erleichtern.
  • Referenz: Ermögliche jedem, den Style Guide zu finden und ihn z.B. bei Unstimmigkeiten unter den Teams zu Rate zu ziehen.
  • Konsistenz: Verwende den Style Guide nicht nur bei der Content-Produktion, sondern auch bei Updates und Wiederverwertungen immer wieder als Grundlage.

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