#basics: Schreibstil – Kill your darlings

Schreibstil: Kill your darlings

Mit deinen lieb gewonnenen Formulierungen musst du manchmal umgehen, wie George R. R. Martin mit seinen Figuren in Das Lied von Eis und Feuer. Wenn du Texte nicht dem Vier-Augen-Prinzip unterwerfen kannst, geht das nur durch erbarmungslosen Pragmatismus.

Kurz und knapp

Ich kürze gerne rigoros und das solltest du auch tun. Jedes Thema, Argument oder Produkt, jede Figur sollte genau so viel Aufmerksamkeit bekommen, wie sie anhand objektiver Kriterien oder Überlegungen zum Storytelling verdient. Persönliche Vorlieben und unser eigenes Wissen verleiten uns allerdings gerne dazu, willkürlich zu variieren. Bei Onlinemedien kommen außerdem performance-orientierte Kriterien hinzu: Jedes Content Piece hat eine optimale Länge, die mit deinen Inhalten und deinen Usern am besten funktioniert.  

Stilgerecht

Manche neigen dazu, Texte mit fantasievollen Formulierungen zu überfrachten. Anderen fällt genau das schwer und ihre Texte lesen sich wie Telegramme. Beides ist nicht ideal. Größere Projekte sollten auf einen Style Guide zurückgreifen können, der die Tonalität ebenso wie die Stilmittel festlegt. Als Texter ist es wichtig, ein Gleichgewicht zwischen eigenem Stil und Unternehmensprofil zu finden. Dazu hilft es, die eigenen Marotten zu kennen und jeden Text systematisch von ihnen zu befreien.

Haben wir schon immer so gemacht

Nichts stößt bei mir auf größeren Widerspruch, als dieser Ausruf. Nicht nur in konservativen Arbeitsumfeldern stößt man auf die Mutter aller Totschlag-Argumente, auch in zukunftsorientierten Startups begegnet man dieser Haltung – was einmal funktioniert, wird so lange weitergemacht und reproduziert, bis es irgendwann nicht mehr funktioniert. Doch wie schnell könnten die Prozesse, wie gut die Zahlen und wie begeistert deine Leserinnen sein, wenn du dein bisheriges Vorgehen hinterfragst und optimierst?

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